Die ersten drei Tage

Ja, Ihr Lieben!
Mittwochmorgen bin ich um 4.30 Uhr aufgestanden und habe mein Essen vorbereitet. Um kurz vor 6 Uhr zog ich mit meinem Wägelchen zur U-Bahn Station. Per Internet hatte ich bereits die Fahrkarte gekauft. Am Hauptbahnhof in die S-3 umgestiegen und nach Stade weitergefahren. Gegen 7.30 erreichte ich die Endstation. Schnell hatte ich das ehemalige Johanniskloster erreicht. Im Innenhof, den ich nach einiger Zeit gefunden hatte, vieles sah wie ein Innenhof aus, fand ich den Abt Albert lesend. Er hörte damit auch nicht auf, als ich mich ihm näherte. Da der Innenhof so abseits des Weges lag, kam hier niemand vorbei. Also musste ich für ein Foto mein kleines Reisestativ benutzen. Nun wollte ich noch den Pilgerstempel, den es im Rathaus geben sollte. Nach langen ratlosen Gesichtern schickte man mich ins Stadtarchiv. Die Dame, die mich dort empfing war verdutzt, denn sie war nur die Vertretung und musste nach dem Stempel suchen.  Aber zu guter Letzt fand sie ihn doch.
Nun hatte ich alles gesehen, was ich sehen und haben wollte. Inzwischen war es 9  Uhr geworden und jetzt machte ich mich auf den Weg zu dem 25 km entfernten Hasefeld.
Auch hier gab es eine Klosterkirche und einige Ausgrabungen der alten Klostergebäude.
Übernachtet habe ich in einem Gemeinderaum der St. Martin Gemeinde. Im Gegensatz zu vor 2 Jahren, wo ich im Gemeindesaal schlafen musste, hatte ich diesmal  ein eigenes Zimmer mit einer Kochgelegenheit. Die Nacht war turbolent, da ein angeblicher Pilger im Vorraum übernachten wollte. Erst als ich mit der zuständigen Person telefonierte zog er ab und wart nimmermehr gesehen.
Da mein nächstes Etappenziel das 29 km entfernte Zeven war, machte ich mich um 7.30 Uhr bereits auf den Weg. Diese Etappe war mir bekannt, da ich sie bereits 2016 gelaufen war. Zu erwähnen ist, dass es in dem am Weg liegende Heeslingen auch auch ein ehemaliges Kloster gibt. Und wie soll es anders sein, auch in Zeven gibt es ein ehemaliges Kloster. Die St. Viti-Kirche konnte ich noch besichtigen.  Hier in dem Klostermuseum konnte ich ein wenig verschnaufen. Es war hier angenehm kühl und Bremsen und Mücken gab es hier auch nicht. Dann ging es weiter zu meiner Unterkunft.
Auch die Christ König Gemeinde war mir bekannt. Hier durfte ich wieder im Gemeindesaal übernachten. Eine Gemeindeküche gab es auch. Nur eine Duschmöglichkeit besteht hier nicht und ich hätte so gerne den Schweiß   😓 abgespült.
 Das musste ich mir für heute aufheben. Denn inzwischen bin ich in dem 17 km entfernten Gyhum in einer kleinen Pension am Ende des Ortes, habe meine Wäsche gewaschen und bin geduscht.
Mit Jung und Alt habe ich inzwischen nette Begegnungen gehabt und konnte tolle Gespräche führen. Morgen geht es nach Scheeßel weiter, wo ich bei Geschäftsfreunde (Karla und Werner) übernachten darf. Darauf freue ich mich.

Bevor ich die heutigen Information abschließe möchte ich nicht versäumen mich bei allen - Bekannte und Unbekannte - zu bedanken für die guten Wünsche auf meinem Weg nach Rom.
Auch Euch kann ich nur zurufen: "Behüte Euch Gott"


Euer Herbert

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